ETF versus aktiver Fonds — die ehrliche Antwort
Die akademische Literatur ist eindeutig: In effizienten Märkten wie US-Large-Caps oder europäischen Blue Chips schlägt der Durchschnitt der aktiven Manager nach Kosten den passiven Index nicht. Über zehn Jahre unterperformen laut S&P SPIVA-Studien mehr als 85% der aktiven US-Aktienfonds ihren Vergleichsindex. Für diese Segmente ist der ETF die vernünftige Wahl.
In weniger effizienten Segmenten sieht es anders aus: Small Caps, Schwellenländer, Hochzinsanleihen, spezialisierte Themen. Hier können erfahrene Manager mit Research-Vorsprung und disziplinierter Prozessarbeit dauerhaft Mehrwert liefern. Der Trick ist, diese Manager vor der Outperformance zu identifizieren — nicht danach.
Unsere Kernquote (60–80% des Fondsanteils) besteht typischerweise aus 6–10 breiten ETFs; die Satellitenquote aus 3–8 aktiven Fonds oder Themen-ETFs. Diese Struktur balanciert Kosten, Diversifikation und Alpha-Potenzial.
